Gebäudemanagement

Schneider International – Wie App-Entwicklung in mehreren Zeitzonen funktioniert

Stellen Sie sich einmal vor: Sie bekommen den Auftrag eine App zu entwickeln. Ein Expertenteam stellen wir Ihnen zur Seite, aber Sie müssen Ihre eigenen Ideen einbringen. Die Herausforderung? Sie und Ihr Team trennen mehrere Zeitzonen, diverse Landesgrenzen und sogar Weltmeere. Würden Sie den Auftrag annehmen? Anne Sophie Heine, Offer Manager Smart Homes bei Schneider Electric, hat sich der Herausforderung gestellt.

Hallo Anne! Eine Frage stellen wir gerne voran: Wie würdest Du Deinen Job jemandem erklären, der keine Ahnung von dem Thema hat?

Mein Job fällt in den Bereich Strategisches Produktmarketing, das heißt, dass ich für den kompletten Lebenszyklus eines Produktes verantwortlich bin: also Kundenanforderungen sammeln, über die Produkteinführung bis hin zum Herausnehmen eines Produktes vom Markt. Das Thema Apps ist da natürlich eine Besonderheit, da es kein klassisches Produkt in dem Sinne mehr gibt.

Mit der Wiser App steuert Anne die Produkte im smarten Zuhause

 

Du kommst ursprünglich aus einer ganz anderen Richtung. Was hast Du denn studiert?

Ich habe ursprünglich Sozialwissenschaften studiert bevor ich in den USA meinen MBA mit dem Schwerpunkt Marketing und General Management gemacht habe. Bei Schneider Electric bin ich als Trainee eingestiegen. Seitdem habe ich die Verantwortung für verschiedene Produkte gehabt, erst mit nationalem danach – wie bei der Wiser-App – mit internationalem Fokus.

Womit wir beim Thema wären: Bei der Wiser-App haben Sie in der Entwicklung mitgewirkt. Was hat es mit dieser App auf sich? Wo kommt sie zum Einsatz?

Die Wiser-App bietet unseren Kunden die Möglichkeit, Licht, Jalousien und Heizung in ihrem Zuhause komfortabel zu steuern. Darüber hinaus ermöglicht sie, Energieverbräuche und -kosten immer im Blick zu haben. So können unsere Kunden einstellen, dass morgens die Jalousien in der Küche hochfahren, das Badezimmer 21° warm ist und das Deckenlicht im Schlafzimmer langsam heller wird, um komfortabler geweckt zu werden. Anderes Szenario: Mit nur einem Tippen in der Wiser-App wird der DVD Abend noch gemütlicher, indem die Lichter gedimmt und die Jalousien im Wohnzimmer geschlossen werden.

Die App wurde in internationaler Zusammenarbeit entwickelt. Mal ehrlich: Warum fand sie nicht einfach nur in Deutschland oder in Frankreich statt?

Wiser ist tatsächlich ein globales Programm, an dem verschiedene Kompetenzzentren von Schneider Electric beteiligt sind. Um das bestehende Knowhow zu nutzen, wurde beschlossen, das Wiser-Programm und damit auch die App in internationaler Zusammenarbeit zu entwickeln.

„Die Kompetenzzentren sind weltweit verteilt.“

Nun bist Du keine Informatikerin und keine Ingenieurin, welchen Anteil hattest Du an dem Projekt?

Ich leite die Marketing Funktion der Wiser-App und befasse mich mit den verschiedenen Kundenanforderungen unserer jeweiligen Produkte. Das heißt, ich tausche mich mit User Experience Designern und Entwicklern aus, wie die Anforderungen am besten in die App integriert und dargestellt werden. Gleichzeitig arbeite ich mit anderen Marketingfunktionen an der Priorisierung der verschiedenen Funktionen und natürlich bin ich auch im Austausch mit Kunden, um direktes Feedback zur Wiser-App zu erlangen.

Wie kam es, dass Du für diese Rolle ausgewählt wurdest? Hast Du Erfahrungen oder besondere Qualifikationen in dem Bereich?

Wir haben Ende 2016 die Wiser-Room-App auf den Markt gebracht, für die ich bereits verantwortlich war. Die Wiser-Room-App wurde für den europäischen und australischen Markt entwickelt als einer der ersten Schritte in das Thema Smart Home. Diese App wird zusammen mit andere Apps in der Wiser-App zusammengefasst. Daher konnte ich mein bereits erlangtes Wissen anwenden und so auch bei der Entwicklung der Wiser-App direkt wieder nutzen.

Wer war noch an der Entwicklung beteiligt und wo? Was war die Funktion von diesen Personen oder Abteilungen?

Die Kompetenzzentren sind weltweit verteilt, unter anderem in Montreal/Kanada, in Nashville/USA, in Plymouth/Großbritannien und auch in Wiehl/Deutschland. In diesen Kompetenzzentren sind Kollegen mit verschiedenen Funktionen vertreten, unter anderem unsere Wiser-Entwickler, Testingenieure und natürlich auch weitere Marketing-Funktionen, die die Bedürfnisse der jeweiligen Regionen kennen und vertreten.

Anne an ihrem Arbeitsplatz

„Es ist nicht einfach, einen Termin für Australien, Deutschland und die USA zu finden.“

Zusammenarbeit über mehrere Länder, Zeitzonen und Kontinente klingt kompliziert. Wie hast Du die Arbeit koordiniert und Dich regelmäßig zusammengefunden?

Zum einen mit regelmäßigen Meetings, bei denen einige Teilnehmer recht lange wach bleiben oder sehr früh aufstehen mussten. Ansonsten natürlich mit E-Mails und auch mit regelmäßigen Planungsworkshops. Bei diesen reist das komplette Team an einen Ort, und wir planen drei Tage lang die nächsten Entwicklungsphasen des Wiser-Projekts.

Welche besonderen Herausforderungen gab es bei der Zusammenarbeit zu meistern?

Ganz klar herausfordernd sind natürlich die verschiedenen Zeitzonen und auch kulturelle Unterschiede. Es ist gar nicht so einfach einen Termin zu finden, bei dem sowohl das Team in Australien als auch das in den USA Zeit hat. Die kulturellen Unterschiede beeinflussen wie direkt oder indirekt im Projekt Team kommuniziert wird und auch Feedback muss situativ angepasst werden. Eine weitere Herausforderung ist die Abstimmung über verschiedene Teams und Projekte hinweg. Aber mit dem gleichen Ziel vor Augen und gegenseitiger Unterstützung können wir diese Herausforderungen bewältigen.

Unsere letzte Frage zum Abschluss: Macht Dir Dein Job Spaß und wenn ja warum?

Absolut! Zum einen das Team, in dem ich arbeite, zum anderen die Wiser-App selber. Beides macht unheimlich Spaß. Es ist ein tolles Gefühl zum ersten Mal die App zu bedienen, in die so viel Energie gesteckt wurde. Und dann morgens vom Licht langsam geweckt zu werden, ist doch ein perfekter Start in den Tag.

Zur Person:

Anne Sophie Heine hat Sozialwissenschaften studiert bevor sie ihren MBA mit dem Schwerpunkt Marketing und General Management absolvierte. Vor fünf Jahren ist sie als Trainee im Offer Management bei Schneider Electric eingestiegen. Fragt man sie nach dem Hauptgrund, der für Schneider Electric spricht, sagt sie ganz klar: „Die Kollegen sind für mich ein sehr wichtiger Faktor. Wir unterstützen uns gegenseitig und auch in stressigen Zeiten bleibt die Grundstimmung durchweg positiv. Die Zusammenarbeit über verschiedene Länder und mit verschiedenen Kulturen macht mir sehr viel Spaß. Zudem bietet Schneider Electric die Möglichkeit sich weiterzuentwickeln, Verantwortungen zu übernehmen und sich kontinuierlich fortzubilden. Alles Gründe für mich, warum Schneider Electric ein toller Arbeitgeber ist.“


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