Access to Energy

Energie als Menschenrecht – Wie sich die Schneider Electric Foundation gegen Energiearmut stark macht

Egal ob Entwicklungs- oder Industrienation – ohne Energie geht nichts. Dennoch haben weltweit Millionen von Menschen keinen Zugang zu Strom. Auch in Deutschland sind jährlich rund 300.000 Menschen ohne elektrische Energie. Die Schneider Electric Foundation unterstützt Projekte, die das ändern wollen.

Es ist Montag, 18:00. Nach einem langen Arbeitstag öffnen Sie die Wohnungstür. Erschöpft, lassen Sie Ihre Tasche in den Flur fallen. Im dunklen Raum greifen Sie instinktiv nach dem Lichtschalter, drücken ihn – und nichts passiert. Sie erschrecken! Stromausfall? Was nun? Ihr Handy ist nicht geladen. Eigentlich müssen Sie noch die Miete überweisen, aber ohne Strom, kein Internet, kein Internetbanking. Auch das Abendessen werden Sie, wenn es hart auf hart kommt, umplanen müssen: Die geplante Spaghetti-Bolognese wird auf einem kalten Elektroherd schwierig. Bei Ihnen mag es einer der (in Deutschland) eher seltenen Stromausfälle sein, der normalerweise innerhalb kürzester Zeit behoben sein wird. In anderen Haushalten kann es eine Stromsperre sein, die Ihnen den Zugang zu Energie für lange Zeit verwehrt.

„Energie als Menschenrecht“

Strom ist nicht alles, aber ohne Strom ist alles nichts. So oder so ähnlich könnte eine Weisheit der industrialisierten Welt klingen. Wir alle sind abhängig von Strom, komplett auf ihn angewiesen. Die meisten von uns könnten ohne ihn wahrscheinlich nicht einmal ihrer Arbeit nachgehen.

„Der Zugang zu Energie den wir, Sie und ich haben, ist ein privilegierter Zugang. Ich habe elektronische Geräte zu Hause, Handys, Tablets, Computer. Ich habe eigentlich immer und unlimitiert Zugang zu Energie“, sagt Miriam Nanzka. Sie ist im Global Marketing von Schneider Electric zuständig für die interne Kommunikation. Ihre tägliche Aufgabe ist es, die Werte und Ziele, wie auch das soziale Engagement von Schneider Electric für die Mitarbeitenden sichtbar und erlebbar zu machen. Einer dieser Werte, die Schneider Electric vertritt, ist der Standpunkt: Der Zugang zu elektrischer Energie ist ein Menschenrecht. „Ohne Strom gibt es keine Innovation, keine Teilhabe und keine Entwicklung“, sagt Nanzka, „deshalb engagiert sich die Schneider Electric Foundation auch mit dem Programm ‚Tackling Fuel Poverty‘ gegen Energiearmut.“

Die Schneider Electric Foundation ist eine Stiftung. Ihre Aufgabe ist es, die gesellschaftliche Verantwortung in der Welt, die Schneider Electric als Konzern trägt, in Taten umzusetzen. „Die Projekte sind im Gegensatz zu Schneider Electric-Produkten, die immer sehr erklärungsbedürftig sind, sehr klar“, findet Miriam Nanzka. „Die Foundation stellt beispielsweise mit dem ‚Access to Energy Programm‘ Solarleuchten für nicht elektrifizierte Dörfer in Afrika zur Verfügung. Mit dem Programm ‚Schneider Teacher‘ unterstützt die Foundation die Ausbildung von Jungen und Mädchen in Entwicklungsländern durch aktuelle und ehemalige Mitarbeiter von Schneider.“

Frauen über den Umgang mit technischen Produkten von Schneider Electric in Mynamar

Frauen in Myanmar werden durch die Schneider Electric Foundation in der technischen Ausbildung unterstützt

Männer in Indien werden im Access to Energy Programm trainiert

Training im Rahmen des „Access to Energy“ Programms in Indien

Ein Mann an der Elfenbeinküste traniert mit Schneider Electric Produkten

„Access to Energy“ Training an der Elfenbeinküste

Solarlampen in Mynamar für eine Gruppe Menschen

Myanmar: LED Lampen mit Solarmodul – Einfache Lösungen bringen Licht ins Haus

300.000 Haushalte in Deutschland ohne Strom

Aber auch in Deutschland ist die Foundation dabei etwas gegen Energiearmut zu unternehmen. Nur die Problematik ist dabei eine andere: Alle Wohnungen in Deutschland sind elektrifiziert, Steckdosen und Kabel sind vorhanden, jedoch kann nicht jeder Haushalt die Stromkosten so einfach aufbringen. Rund 300.000

Haushalten wird nach einer aktuellen Schätzung von SpiegelOnline jedes Jahr zumindest zeitweise der Strom abgestellt. Das Problem: Bei Hartz IV oder anderen Sozialhilfen werden zusätzliche Stromkosten nicht übernommen. Bei Hartz IV ist ein Teil des Regelsatzes dazu da, den Haushaltsstrom zu decken. Wer mehr bezahlt, muss an anderer Stelle sparen. „Warum kommen denn solche Haushalte überhaupt in die Situation, dass sie ihren Strom nicht mehr bezahlen können?“, fragt Miriam Nanzka, „Ein Problem sind sehr häufig alte Elektrogeräte – für den Kühlschrank der neuesten Generation mit Energieklasse AAA+++ haben die schlichtweg keine Kohle. Sie haben alte Geräte, die viel mehr verbrauchen als sie müssten.“

Mit einfacher Hilfe viel sparen

Die Schneider Electric Foundation unterstützt die deutsche Caritas beim Projekt „Stromspar-Check“, welches genau dort ansetzt. „Die Caritas berät die Haushalte, die von Stromarmut betroffen sind, mit einem Starterkit und schaut, was die Geräte so verbrauchen, um einfache Lösungen direkt anzugehen.“ In seiner Produktwelt vertritt Schneider Electric den Ansatz, mit guten Geräten bis zu 30 Prozent weniger Energie zu verbrauchen. Was für Großkunden von Schneider gilt, funktioniert auch im Kleinen. „Der Austausch von Leuchtmitteln oder Thermostaten kann viel bewirken“, sagt Nanzka. Und weiter: „Das Mindern des Energieverbrauchs ist ein Privileg. Ich kaufe mir einen neuen Kühlschrank, wenn das geht, und spare so Energie. Aber dafür muss ich investieren können, und das können viele Haushalte eben nicht.“ Da kommt die Hilfe der Caritas genau richtig.

Aus diesem Grund hat die Schneider Electric Foundation das Projekt der Caritas im Rahmen der Weltklimakonferenz „COP23“ in Bonn ausgezeichnet: Sie landet auf Platz 3 der ausgewählten Projekte gegen Energiearmut. Platz 1 belegte die Verbraucherzentrale NRW, die in Zusammenarbeit mit Energieversorgern Stromsperren verhindert, selbst wenn alle Mahnungen versendet und alle Fristen abgelaufen sind.

Werte mit Leben füllen

Zusammenfassend kann man sagen: Schneider Electric versucht im großen Maßstab und auf jeder Ebene dazu beizutragen, weniger Energie zu verbrauchen, sodass wir alle als Gesellschaft am Ende mehr davon haben. „Das war bei der Jobauswahl für mich persönlich ein entscheidendes Kriterium, dass so ein großes Unternehmen eben gesellschaftliche Verantwortung übernimmt“, sagt Nanzka. „Dieses Selbstverständnis von Schneider Electric, dass wir mit unseren Produkten die Welt besser machen können, kommt einem manchmal etwas laut vor: ‚30 Prozent weniger Energie‘ oder ‚Menschenrecht Energie‘, das Markenversprechen: ‚Life is On – für jeden überall.‘ Ich finde aber, dass Schneider Electric auf allen möglichen Ebenen diese Werte mit Leben füllt – aus Produktsicht, aber auch aus Wertesicht.“

Auch mit ungewöhnlichem Lebenslauf zum Erfolg

 

Miriam Nanzka

Miriam Nanzka selbst ist ursprünglich studierte Architektin. Um Familie und Beruf gut vereinbaren zu können, startete sie ihre berufliche Laufbahn aber in einem Redaktionsteam für technische Bücher, die sie sich mit diversen Architektur- und Kultur-, aber auch mit IT und EDV auseinandersetzte. Mit dem Verständnis für technische Themen stieg sie in die Öffentlichkeitsarbeit eines Softwareanbieters der Energiebranche ein. Dort erkannte sie die Notwendigkeit für professionalisierte interne Kommunikation bei Mittelständlern – und legte noch ein Zweitstudium in „Systemischer Organisationsberatung“ nach. Dieser ungewöhnliche Lebenslauf machte Miriam Nanzka schließlich für Schneider Electric interessant. „Ich hatte das Glück, angesprochen zu werden. Vorher kannte ich Schneider Electric gar nicht, so wie das auch vielen anderen geht.“

Nach fünf Jahren im Unternehmen ist Nanzka überzeugt von Ihrer Arbeit. „Ich liebe meinen Job, ich kann mir wirklich keinen besseren vorstellen. Er ist zwar oft nur mit langem Atem und viel Zuversicht zu schaffen. Aber wenn ich auf die vergangen fünf Jahre zurückschaue, sehe ich große Entwicklungen. Davon sind viele langfristig.“, so Nanzka. „Unser CEO Jean-Pascal Tricoire sagt uns klar: ‚Macht das Unternehmen zu dem, was es eurer Meinung nach sein soll. Das kann ich nicht alleine, da brauche ich jeden einzelnen.‘ Das motiviert mich ungemein.“


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